Philosophische Brocken

 

 

 

 

Sie machen sich Gedanken über Gott und die Welt?
Dann schreiben Sie Ihrer persönlichen Philosophin an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!!

Das tägliche Leben ist voller philosophischer Fragen:

  • Kann ich mir die Unendlichkeit als endliches Wesen überhaupt vorstellen?
  • Soll ich in Zeiten wie diesen sparen oder aus dem Vollen schöpfen?
  • Wie wirklich ist die Wirklichkeit?
  • Ist mein freier Wille eine Illusion?
  • Gilt das Recht auf Meinungsfreiheit unbeschränkt?
  • Ist Freiheit ein Fluch oder ein Segen?
  • Was macht uns als Menschen im Unterschied zum Tier aus?
  • Warum ist es so schwierig, dass man einander versteht?
  • Warum ist überhaupt etwas und nicht Nichts?
  • Was macht uns als Mensch aus?
  • Ist alles vorherbestimmt oder alles zufällig?
  • Wie kommen wir zum Begriff der Gerechtigkeit?
  • Wie lebe ich mit dem Wissen sterben zu müssen?
  • Macht Arbeit Sinn?
  • Haben Pflanzen Bewusstsein?
  • Ist Bewusstsein Vorraussetzung für Selbstbestimmung?
  • Ist der freie Wille eine lebensnotwendige Täuschung?
  • Kann ich mir irgendetwas wirklich endgültig gewiss sein?
  • Gibt es die Wahrheit oder ist alles relativ?
  • Was macht Lebendigkeit aus?
  • Brauchen wir einen Rechtsstaat oder kann völlige Anarchie funktionieren?
  • Ist ein toter Mensch noch ein Mensch oder nur mehr Materie?
  • Woran mache ich fest, wer oder was Würde verdient?
  • Warum leben wir nicht alleine, sondern suchen die Gesellschaft?
  • Kann man Körper und Geist getrennt von einander denken?
  • Hat es Sinn, sich über den Sinn des Lebens Gedanken zu machen?
  • Denkt mein Gehirn oder denke ich?
  • Bin ich wirklich frei in meiner Entscheidung oder ist das eine Täuschung?
  • Kann mich meine Wahrnehmung täuschen?
  • Ist Freiheit ein Fluch oder ein Segen?

Diese Fragen sollen Sie anregen selber Ihre persönlichen philosophischen Gedanken, Ansichten, Einsichten und Fragen niederzuschreiben und mit mir in einen philosophischen Dialog zu treten. 

 

Ich lese Ihre Texte und analysiere sie mit dem Blick einer praktischen Philosophin:

  • Gibt es ähnliche Gedanken in der Philosophiegeschichte, welche Antwortmöglichkeiten bietet die philosophische Tradition?
  • Lassen sich phil. Hintergrundkonzepte zu ihrem Weltbild, Menschenbild, Gottesbild herauslesen?
  • Welche philosophische Fragestellung könnte den Ausgangspunkt eines weiteren philosophischen Dialogs bilden?
  • Welche Fragen können logisch an ihre Frage angeknüpft werden?

Sie treten in einen philosophischen Dialog mit mir, entdecken neue Perspektiven und Fragen, erkennen mögliche starre Denkmuster, üben sich im Reflektieren und Schreiben und lernen sich selbst besser kennen.

 

Das philosophische Fundament der Brocken:


„Es geht nicht darum, dem Unsagbaren nachzugehen, Verborgenes zu enthüllen, das Ungesagte zu sagen, sondern darum bereits Gesagtes festzuhalten, Gehörtes oder Gelesenes zu sammeln, und das zu einem Zweck, der nichts geringeres ist als die Konstituierung des Selbst.“ [Michel Foucault]


 

Dialog mit sich selbst

Wer kennt das nicht: man hat von Dingen, die einem im Leben beschäftigen, eine Ahnung, ein Gefühl, eine Tendenz – es ist etwas da, nennen wir es Gedanken, die oft diffus, unklar und nicht selten auch quälend sind. Man dreht sich im Kreis.

Was sich denken lässt, lässt sich nicht immer gleichermaßen auch in das geschriebene Wort bringen. Es bedarf Anstrengung und Mut Gedanken mit dem Aufschreiben auszuformulieren, festzulegen und somit auch seine eigene Ungewissheit transparent zu machen. Durch das Schreiben werden Gedanken zu etwas Konkretem, zu einer Aussage, zu einer These, zu einer Frage, zu einer Antwort – von einem „Etwas“ zu einem „Bestimmten“.

Denken – Schreiben – Lesen – Überdenken – dieser kreisförmige Prozess wirkt der oft quälenden Zerstreuung entgegen. Das Diffuse, nicht Gewusste, wird zum Konkreten, wird zum eigenen Bild, man bildet sozusagen im Schreiben sein eigenes Selbst aus. Man lernt sich selbst besser kennen, findet zu sich, prüft in gewissem Sinne damit auch sein Gewissen und versteht sich selbst vielleicht ein wenig mehr. Schreiben ist eine Art Introspektion, also Selbstbeobachtung. Das wäre der erste Schritt – über sich selbst schreiben und mit sich selbst somit in Dialog treten.

 

Dialog mit Anderen

Schreiben ist also eine Form sich selbst zu zeigen. Lässt man einen Anderen den eigenen Text lesen, so tritt man in einen Austausch. Man zeigt sein eigenes Gesicht vor dem Anderen. Ist der Andere ebenfalls im Schreiben, in der Selbstbeobachtung und Reflexion geübt, ermöglicht ein Austausch von Geschriebenem, eine Sammlung von fremden Diskursen, wie Foucault es nennen würde, sein Selbst zu erweitern und zu konstituieren.


Einen solchen Austausch von philosophischen Brocken möchte ich hier bieten.

Das Schreiben kann als eine geistige Übung, oder wie Pierre Hadot es nannte, Geistesgymnastik gesehen werden und hat in der Philosophie eine breite Tradition.

Bereits Seneca, Epiktet, Epikur oder Marc Aurel wussten über den Wert des Schreibens im Sinne der Einübung in die Lebenskunst Bescheid. Große Geister wie Kafka, Woolf, Bachmann, Nietzsche, Wittgenstein, Freud und viele mehr schrieben oft ihre Gedanken auf und nutzten diese als Lebenshilfe und Verhaltensanleitung.

Das Leben ist eine Kunst, es lebt sich nicht einfach so. Jede Fertigkeit, jede Technik muss man lernen – so auch die Lebenskunst. Lernen hat immer etwas mit Übung zu tun. Im Falle der Lebenskunst ist es vielleicht eine Einübung in sein Selbst, eine Übung sich selbst und die Welt besser zu verstehen.

Wer ein Gedankenfragment niederschreibt und somit quasi ein Selbstgespräch führt, übt den Dialog mit sich selbst. Wer im Dialog mit sich selbst geübt ist, ist auch fähig zu einem authentischen Dialog mit anderen.