Was ist
philosophische Begleitung?

 

 

 

In der philosophischen Begleitung gehe ich von Ihren konkreten Lebensproblemen oder Fragwürdigkeiten aus und versuche mit Ihnen gemeinsam den tieferen Sinn oder die philosophische Dimension hinter den Fragen zu erkennen, zu reflektieren und neue Perspektiven durch einen "Blick von oben" zu gewinnen.

 

Philosophische Begleitung ist besser bekannt unter der Bezeichnung philosophische Praxis.

Die philosophische Praxis holt die akademische Philosophie sprichwörtlich wieder vom Himmel zurück auf die Erde. Sie bekommt ihre Themen aus dem Lebensalltag, wie dies in der Philosophiegeschichte seit den Griechen Tradition hat.


„Das, worauf es ankommt, ist nicht die Lösung eines einzelnen Problems, sondern der Weg, den man durchlaufen muss um dorthin zu gelangen, ein Weg auf dem der Gesprächspartner, der Schüler oder Leser Zeit hat, seine Gedanken zu formen und sie zu befähigen, selbst die Wahrheit zu finden.“ [Pierre Hadot]


Es gibt keine einheitliche Definition, was philosophische Praxis bzw. philosophische Begleitung genau bedeutet. Man kann sagen, dass sich die Idee der philosophischen Praxis seit den 80-iger Jahren des 20. Jahrhunderts entwickelt hat. Ihren Ausgang fand sie vor allem in Holland, Israel, USA, Italien und Deutschland.

Von vielen wird Gerd Achenbach als Begründer der philosophischen Praxis bezeichnet. Weitere bedeutende philosophische PraktikerInnen sind beispielsweise Ran Lahav, Lou Marinoff, Shlomit Schuster, Lydia Amir, Peter Raabe, Eckart Ruschmann und Marc Sautet (bekannt für seine Idee des philosophischen Cafes).

Es gibt mehrere Vereinigungen für philosophische Praxis, in Österreich beispielsweise den KAPP (Kreis akademisch philosophischer Praktiker/innen), die GAP (Gesellschaft für angewandte Philosophie),  international ist die größte Vereinigung die  IGPP (internationale Gesellschaft für philosophische Praxis). Auf diesen Webseiten finden Sie viele weitere, vertiefende Informationen zur philosophischen Praxis im Allgemeinen.